Tagesfahrten

Lehrfahrt am 01.07.2017

Ausnahmsweise war der Himmel nicht, wie sonst bei unseren Fahrten gewohnt, strahlend blau sondern bedeckt, als wir am 01.07. mit über
50 Personen zu unserer Jahreslehrfahrt starteten.
Durch den schönen Nordschwarzwald erreichten wir bald unser erstes Ziel, die Gartenschau in Bad Herrenalb.
Das Herzstück der Gartenschau sind der neugestaltete Kurpark und das idyllische Flüsschen Alb. Das Flüsschen wurde über eine Strecke von rund 500 Metern naturnah umgestaltet. Im Bereich des Rathauses sowie am Kurparkeingang laden Ufertreppen dazu ein, am Wasser Platz zu nehmen.
Zusammen mit dem historischen Klosterareal und der bunten Schweizerwiese sind sie Schauplatz für erlebnisreiche Tage bis zum 10.09. ein unter dem Motto „Kultur, Blütentraum und Schwarzwaldflair“.
Besonders typisch für Bad Herrenalb ist natürlich die historische Klosteranlage aus dem 12. Jahrhundert, sie ist prägender und identitätsstiftender Bestandteil. Mit der Klosterkirche, der Vorhalle „Paradies“ sowie dem Kneippbecken und Museum ist das Klosterareal Anziehungspunkt der Besucher. Schauplatz für die temporären Ausstellungen, Konzerte usw. ist besonders die weiträumige Schweizerwiese. Sehenswert waren für uns dort die Infobeiträge und Schaugärten der verschiedenen Verbände und Vereine.

Um 15 Uhr trafen wir uns wieder am Bus zur Weiterfahrt ins „Badische Brauhaus“ nach Karlsruhe, dort wurden wir vom Bierbrauer Markus zu einer Brauereiführung erwartet. Er erklärte uns, wie aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser Bier gebraut wird und was der Unterschied zwischen ober- und untergärigem Bier ist. Obergärige Hefe, die zum Beispiel für Weißbier, Kölsch und Alt verwendet wird, verlangt eine Gärung bei warmen Temperaturen, wohingegen untergärige Hefe, die zum Beispiel für Pils verwendet wird, nur bei kühleren Temperaturen in Aktion tritt.(Vielleicht trinkt man deswegen im Norden mehr Pils und im Süden Deutschlands mehr Weißbier?) Das Bier dieser Hausbrauerei kommt nicht in den Handel, sondern wird in der dortigen Gaststätte ausgeschenkt.
Wir überzeugten uns bei der Bierprobe und einem anschließenden Vesper von der Qualität aus Kellerei und Küche und konnten dann gestärkt und voller schöner Eindrücke bei fröhlichen Liedern unsere Heimfahrt antreten.

„Blütenwanderung“ am 06.05.2017 ins Karnivorengewächshaus


Eine interessierte Gruppe traf sich am Nachmittag, um in Freiberg einen Züchter von fleischfressenden Pflanzen zu besuchen. Nach einem kurzen Spaziergang vom S-Bahnhof zum Gewächshaus wurden wir von Herr Maier mit Wasser und Saft empfangen, denn es war ein sehr warmer Tag. Voller Leidenschaft erklärte er uns die verschiedenen Arten und deren Besonderheiten beim Fangen der Insekten, ein höchst spannendes Gebiet. Diese Karnivoren sind Pflanzen, die mittels umgewandelter Blätter Insekten oder Gliedertiere fangen und verdauen und so ihre Versorgung mit Mineralstoffen, vor allem Stickstoff, an nährstoffarmen Standorten wie Mooren oder blanken Felsen verbessern. Sie bilden verschiedenen Fallenarten wie Klebe-, Klapp-, Fallgruben- und Reusenfallen, je nach Art ihrer Beute. Es erscheinen zuerst Blüten, um die Bestäuber zur Fortpflanzung anzulocken, bevor sich die verschiedenen Fallenarten bilden und somit konnten wir wunderschön blühende Exemplare bewundern. Nach diesen kurzweiligen Erklärungen ging es wieder heimwärts, jedoch nicht ohne einen Zwischenstopp in einem gemütlichen Lokal, wo wir den Tag ausklingen ließen.
Wer keine Zeit hatte, bei dieser Besichtigung dabei zu sein, kann den Kanivorenzüchter am 29. Mai innerhalb der Sendung „Kaffee oder Tee“ im SWR-Fernsehen erleben.

Besenfahrt am 23.09.2016

Bei unserer diesjährigen Fahrt ging es zuerst in Baden-Württembergs größtes Erlebnisgartencenter Mauk in Lauffen, dort wurden wir vom Betriebsleiter begrüßt und er erzählte ein wenig über die Entwicklung
des Centers. Das Sortiment dort war riesig, es gab viel zum Schauen
und Informieren für uns. Im Außengelände mit Sitzgelegenheiten am schön gestalteten See im „Seegrill“ konnten wir bei herrlichem Sonnenschein einen Kaffee und andere Erfrischungen genießen. Das Rauschen der riesigen Wasserfontäne und die Palmen dort erinnerten
an südliche Urlaubsorte.
Unser Hauptziel war das Weingut Kern-Schaufler in Brackenheim mit seinem gemütlichen Gewölbekeller. Das Speisenangebot dort reichte
von der Schlachtplatte und dem Siedfleisch bis zum Schmalzbrot, der Wein aus verschiedenen Lagen war ebenfalls ganz ausgezeichnet.
Schnell verging die Zeit und um 20 Uhr waren wir wieder wie üblich singend und fröhlich in Korntal.

Lehrfahrt am 10.06.2016

Zwischen zwei Regentagen fuhren wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in den schönen Schwarzwald.
Als erstes machten wir in Unterreichenbach Station. Hier bekamen wir in Dr. Schröders Honigecke zum Frühstück Tee und knusprige Brötchen, die wir mit einer leckeren Honigauswahl bestreichen durften. Bei einem sehr interessanten Film über die Bienen erfuhren wir, wie nützlich diese Tiere für die Natur und somit auch für uns Menschen sind. Gerne kauften wir auch Honig und Kosmetika mit Honigbestandteilen, die dort angeboten wurden.
Das nächste Ziel war Neubulach. Es war im Mittelalter die führende Bergbaustadt im Nördlichen Schwarzwald und Sitz des Bergamtes/ Bergvogtei. Gewonnen wurden hauptsächlich Silber- und Kupfererze. Nach dem Ende des Bergbaus geriet dieser Stollen auch bei der einheimischen Bevölkerung lange in Vergessenheit. Heute wird das Besucherbergwerk Hella-Glück-Stollen vom 1996 gegründeten Bergwerksverein betrieben.
Wir gingen durch über 400 Metern Stollen- und Erzgänge mit großen Abbauhöhlen im Berg, die die mühsame Arbeitswelt eines mittelalterlichen Bergwerks anschaulich machten.
In Oberhaugstedt ließen wir und dann in einem gemütlichen Lokal mit einem Mittagessen verwöhnen.
Gut gestärkt hielten wir auf dem Weg zu unserem letzten Ziel an der Seemitte des Nagoldtalstausees, wo wir im schönen Biergarten den Blick auf den Stausee genießen konnten. Auch war noch Zeit für einen Spaziergang am Seeufer bevor es zum Brauchtumsabend in Vollmers Mühle weiter ging.
Vollmers Mühle in Seebach/Grimmerswald ist eine der schönsten Mahlmühlen des Schwarzwaldes. Die Restaurierung der über 250 Jahre alten Mühle verhalf nicht nur dem alten Beruf des Müllers zu einem immer wieder gegenwärtigen kulturgeschichtlichen Ansehen. In den Nachkriegsjahren wurde noch täglich Mehl für die umliegenden Bauernhöfe und Bewohner gemahlen, doch bald war es nicht mehr rentabel. Im Jahre 1976 begann dann mit der Renovierung der Mühle eine neue Blütezeit. Seit 1978 dreht sich das Mühlrad wieder wie in alten Zeiten und es werden dort stimmungsvolle Mühlen-Brauchtumsabende mit Ziehharmonikamusik veranstaltet.
Es warteten viele ehrenamtliche Helfer auf uns, um uns in der Museumsmühle mit einem reichhaltigen Vesper, Most und Apfelsaft bei Musik zu empfangen. Mit viel Hallo und Gelächter wurde dann von unseren Mitgliedern gebuttert, am alten Spinnrad versucht einen Faden herzustellen oder einen Kienspan zu hobeln.
Viel zu schnell verging die Zeit und wir kamen satt und fröhlich ohne Verkehrsstau pünktlich wieder in Korntal an.

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Alle sind wieder heil aus dem Bergwerk zurück gekommen