Gartentipps

Info des Landesverbandes für Obstbau, Garten und Landschaft



Blumen und Hecken

Immergrüne gründlich wässern
Denken Sie daran: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Daher wässern Sie vor der Frostperiode und bei mildem Wetter die Pflanzen gründlich. Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter, sondern vertrocknen eher.

Gießen
Koniferen sollten Sie also auch im Winter in der frostfreien Zeit gießen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Pflanzen sonnenexponiert stehen und es längere Zeit nicht mehr geregnet hat. Trockenschäden wie braune Nadeln sind nur eine mögliche Folge. Im ungünstigsten Fall stirbt die Pflanze auch ganz ab. Verbräunte Nadeln sind somit nicht immer allein auf Pilzerreger zurückzuführen, auch Umwelteinflüsse können die Ursache sein.

Steingartenpflanzen aussäen
Viele Steingartenpflanzen gehören zu den Frostkeimern. Man kann sie bereits jetzt im Frühbeet in eine Schale aussäen.

Gemüse und Kräuter

Endivie zubereiten
Bei der Zubereitung von Endiviensalat sollten Sie die Blätter im Ganzen gründlich waschen und nicht erst, wenn sie in Streifen geschnitten sind. Denn an den Schnittstellen treten wertvolle Inhaltsstoffe aus und gehen mit dem Waschwasser verloren wie zum Beispiel der gesundheitsfördernde Bitterstoff Intybin. Übrigens: Man kann Endivie auch gekocht in Suppen oder als Wintergemüse essen.

Kresse und Kerbel
Um täglich frisches Grün ernten zu können, sollten Sie auf der Fensterbank ständig Kresse und Kerbel aussäen.

Schnittlauch vortreiben
Schnittlauch lässt sich leicht vortreiben: Wenn sie ein Stück ihres eingezogenen Freilandschnittlauches ausgraben und bei 15 °C im Topf kultivieren, steht den ganzen Winter über frischer Schnittlauch zur Verfügung.

Fruchtfolgen aufzeichnen
Eine auf Jahre hin abgestimmte Fruchtfolge erfordert eine gründliche Planung. Tragen Sie dazu die diesjährige Belegung der Gemüsebeete in eine Gartenskizze ein. Als Grundregel gilt: Innerhalb der einzelnen Gemüsefamilien sind Anbaupausen von drei bis vier Jahren empfehlenswert.

Obst

Leimringe anlegen
Legen Sie rechtzeitig Leimringe an die Stämme Ihrer Obstbäume und der benachbarten Laubbäume an, um die Weibchen des Kleinen Frostspanners an der Eiablage zu hindern. Die Ringe (gut bewährt haben sich Fertigleimringe) müssen rundum dicht und fest am Stamm anliegen. Glätten Sie Unebenheiten mit einem Rindenkratzer und füllen Sie Ritzen und Risse mit Ton oder Lehm.

Obstbaumstämme kalken
Kalken Sie zu Beginn der Frostperiode die Stämme Ihrer Obstbäume mit Hydratweißkalk oder gelöschtem Branntkalk. Diese Maßnahme schützt die Stämme vor Frostrissen, verbessert die Baumgesundheit und mindert Schädlingsbefall. Das Kalken ist allerdings nur an jüngeren Obstbäumen sinnvoll, deren Stämme das Dickenwachstum noch nicht beendet haben.

Obstbaumschnitt
Die Zeit des Obstbaumschnitts hat begonnen. Schneiden Sie nur an frostfreien Tagen. Kranke oder abgestorbene Astpartien lassen sich bei dieser Gelegenheit gleich mitentfernen. Doch Vorsicht: Bei stark triebigen Bäumen regt ein früher Winterschnitt das Wachstum weiter an.

Johannis- und Stachelbeeren schneiden
Johannis- und Stachelbeeren können bei frostfreiem Wetter den ganzen Winter über geschnitten werden. Ein Schnitt vor Mitte November hat den Vorteil, dass der Infektionsdruck für die Rotpustelkrankheit etwas geringer ist. Mit Rotpustel infiziertes Schnittgut aus der Anlage entfernen und am besten verbrennen.

Himbeeren pflanzen
Himbeeren können von Oktober bis Mitte März gepflanzt werden. Der Pflanzabstand innerhalb der Reihe sollte 50 cm, der Reihenabstand mindestens 1,50 m betragen. Vor dem Setzen kürzt man die Ruten auf 20 bis 30 cm ein. Nach dem Pflanzen muss gründlich angegossen und möglichst gemulcht werden.

Kübel- und Zimmerpflanzen

Zierpflanzen im Winterquartier
Zierpflanzen (z. B. Kübelpflanzen, Dahlienknollen, Zwiebeln) sollten während der Wintermonate öfter auf ihren gesundheitlichen Zustand hin überprüft werden. Zu beachten ist, dass das Substrat (z. B. Sand), in dem die Pflanzenteile eingebettet wurden, nie vollständig trocken fallen darf. Das Medium darf aber auch auf keinen Fall zu nass sein, um die Gefahr des Pilzbefalls auszuschließen.

Weihnachtssternkauf
Weihnachtssterne sind ein natürlicher Adventsschmuck. Achten Sie beim Kauf der Pflanzen darauf, dass sie nicht im Freien gestanden haben und gesunde Blätter besitzen. Beim Transport und in der Wohnung vertragen sie weder Kälte noch Zugluft, ebenso keine Staunässe. Übrigens: Blaue oder glitzernde Weihnachtssterne sind keine neuen Zuchtformen, sondern mit Farbe besprüht! Zur natürlichen Farbe gehören neben den roten auch die panaschierten und cremeweißen Blätter.

Amaryllis pflanzen
Amaryllis bringen mit ihren eindrucksvollen Blüten bunte Lichtblicke in die dunklen Wintermonate. Wählen Sie beim Kauf möglichst große Zwiebeln und legen Sie sie vor dem Pflanzen mit den Wurzeln für einige Stunden in lauwarmes Wasser. Vorsicht beim Einpflanzen: Die Wurzeln dürfen nicht verletzt werden. Die Zwiebel sollte etwa zur Hälfte aus der Erde ragen. Pflanzt man zu tief, bilden sich nur Blätter, keine Blüten.