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Besenfahrt 2015

Am 17.Oktober trafen sich fast 60 Mitglieder des Vereines zur letzten Fahrt des Jahres, der traditionellen Besenfahrt.
In der Töpferei Hasenmühle in Weinsberg erwartete uns schon die Chefin, um etwas über die Geschichte der Mühle und die Produktion der dort hergestellten Töpferware zu erzählen. Das beliebteste Erzeugnis ist die Namenstasse, es wird aber auch andere Keramik für den täglichen Gebrauch hergestellt. Bei Kaffee und Kuchen in einem gemütlich eingerichteten Raum wurden unter anderem die Vorzüge einer Ceran-Bratpfanne an praktischen Beispielen gezeigt und nachdem wir einer Mitarbeiterin beim Bemalen der verschiedenen Erzeugnisse zugeschaut hatten, konnten wir noch ein wenig im dortigen Verkaufsladen stöbern. Einige fanden auch schöne Artikel für sich, aber auch zum Verschenken. Danach fuhren wir zu unserer nächsten Station, der Weinstube "Zur Bütte" in Beilstein, die extra für uns geöffnet hatte. Flink kam der Wein auf den Tisch und die Stimmung wurde immer besser. Auch das Essen war ausgezeichnet und so ging ein schöner Tag viel zu schnell zu Ende.

Mainaufahrt

Am 18.07.2015 fanden sich knapp 50 Mitglieder und Freunde des OGV Korntal zu einer Fahrt auf die Blumeninsel Mainau ein. Wir hatten wie immer Glück mit dem Wetter, denn nach einem sehr heißen Vortag war es durch ein Gewitter in der Nacht angenehm abgekühlt und wir konnten unseren dortigen Aufenthalt unbeschwert genießen.
Man weiß gar nicht, welche Sehenswürdigkeit man zuerst erwähnen soll: Architektonischer Mittelpunkt ist das Deutschordensschloss. Hier schlägt das Herz der Insel, hier lebt die Gräfliche Familie Bernadotte.
Südlich von Schloss Mainau liegt der Italienische Rosengarten, der im Auftrag von Großherzog Friedrich I. von Baden im 19. Jahrhundert zunächst als Blumengarten im italienischen Stil angelegt worden war. Die streng geometrische Anlage mit Pergolen, Skulpturen und Brunnen widmet sich heute vor allem Beet- und Edelrosen älterer und neuerer Züchtungen.
Ein Höhepunkt war der Rundgang im zweitgrößten Schmetterlingshaus Deutschlands. Die exotische Landschaft mit einzigartiger Vegetation und den darin umher flatternden bunten Schmetterlingen war schon ein Erlebnis. Dort konnte auch die Entwicklung vom Ei über Raupe (Larve) und Puppe bis zum fertigen Falter beobachtet werden.
Eine Blüten- und Farbenpracht breitet sich entlang der italienischen Wassertreppe aus, ebenso konnte man die herrlichsten Farb- und Staudenkompositionen im Staudengarten bewundern, nicht weniger beeindruckend war das Palmenhaus mit mehr als 20 verschiedene Arten.
Im Mainauer Bauernhof wohnen Alpakas, Hasen, Hühner, Ziegen, Shetland-Ponys, Esel, Schafe, Katzen und eine Kuh mit ihrem Kalb, ebenso gibt es einen Streichelzoo und eine Ponyreitbahn sowie das Kinderland mit fantasievollen Spielplätzen, ein Paradies für die Kleinen.
Zwischendurch konnte man sich bei einem Imbiss oder einer Tasse Kaffee stärken und so verging die Zeit wie im Fluge, alles zu bestaunen war unmöglich.
Pünktlich waren alle wieder voller Eindrücke am Bus, um die Heimfahrt anzutreten. Auf dem Weg nach Korntal machten wir einen Halt in einer Brauereigaststätte, wo ein hervorragendes gemeinsames Vesper genossen. Gewohnt fröhlich und singend erreichten wir pünktlich Korntal.

Schnittunterweisung 2015

Die Schnittunterweisung am 21.02. fand auf der städtischen Wiese
südlich des Sportplatzes Korntal statt. Es fanden sich zahlreiche Interessierte ein, selbst unser Bürgermeister Herr Dr. Wolf wollte
mehr über den richtigen Schnitt erfahren.
Es wurden drei Gruppen gebildet, deshalb waren die 18 Bäume
bis zum Mittag fachgerecht geschnitten und das angefallene
Reisig war zum Abholen bereit gelegt. Bei der Stärkung mit
Brezeln und Kaffee wurden Erfahrungen und Umsetzungen vom
letzten Treffen im Frühjahr 2014 besprochen und eifrig diskutiert.

125 Jahre OGV Korntal

Im September 1889 lud Lehrer Simpfendörfer eine Anzahl Männer in die Volksschule Korntal ein, um den Zusammenschluss der hiesigen Obstbaumfreunde und Landwirte zu besprechen, denn dieser Zweig sollte eine neue Belebung und Förderung erfahren. Es wurden alle Aufgaben und Richtlinien des Vereines besprochen, alles war ehrenamtlich und ohne Mitgliedsbeitrag. Die erste Obstausstellung fand im Oktober 1919 im Gasthaussaal statt, die zweite ebenso dort im September 1924.
Unter der neuen Leitung des Bürgermeisters Würth war die Ausstellung in der Turnhalle mit über 70 Ostsorten ein voller Erfolg, sie bekam den 1. Preis von der Landwirtschaftskammer Stuttgart. Zum 50jährigen Bestehen des Vereines war eine Obst-, Trauben- und Blumenschau geplant, der Krieg verhinderte leider dieses Vorhaben und stoppte das gesamte Vereinsleben.
Im Herbst 1945 stellte Wilhelm Simpfendörfer einen Antrag zur Wiederzulassung des Vereines bei der Militärregierung und am 7.Mai 1946 war nach positivem Bescheid die erste Versammlung, bei der der Gemeinderat Paul Kaufmann zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Der Verein fand eine interessierte Zuhörerschaft bei ihren Versammlungen, denn alle wollten dringend Fachwissen und Material für die Selbstversorgung. Zu den Aufgaben des Vereines zählten Einkäufe von Spritzmitteln, Informationsveranstaltungen und, nachdem es den Leuten langsam besser ging, auch Ausflüge und Lehrfahrten. Allmählich verringerte sich der Bestand an Obstbäume, sie wurden alt und nicht mehr gepflegt, das Interesse an Gemeinschaftsarbeit ging verloren, die Landschaft veränderte sich. Seit Mitte der sechziger Jahre veranstaltet der Verein einen Winterschnittkurs und im Sommer einen Ausflug, verbunden mit fachlichen Informationen. Von 1984 bis 2008 fand im Gewächshaus eines Gärtners ein Blumenfest mit Bewirtung statt, das großen Zuspruch hatte. Seit Längerem gehört zu den Aktivitäten auch eine jährliche Besenwirtschaftsfahrt, die immer gerne angenommen wird.
Dank der vielen Angebote hat sich die Zahl der Mitglieder kontinuierlich erhöht und so konnten wir am 27.September 2014 unser 125jähriges Jubiläum mit fast 190 Gästen in der Stadthalle begehen.
Der 1.Vorsitzender Hans-Peter Mayer begrüßte alle Anwesenden herzlich. Er blickte zurück auf die vergangenen 25 Jahre und sieht unter anderem die Aufgabe des Vereines darin, die Lücken der Streuobstwiesen in der Alten Halde und im Greutterwald zu schließen und alles zu erhalten. An den Bürgermeister Dr. Wolf äußerte er den Wunsch der Neuanlage einer Kleingartenanlage, denn durch die Erschließung von Neubaugebieten gehen Gärten verloren und so könnte ein Ausgleich geschaffen werden.
Der Rede des Vorsitzenden schlossen sich die Glückwünsche des Bürgermeisters Dr. Wolf, des Präsidenten für Obstbau-, Garten und Landschaft Baden-Württemberg, Eberhard Hahn, und des 2.Vorsitzende des Kreisverbandes Ludwigsburg, Albert Scholpp, an. Für die gute Zusammenarbeit dankte abschließend der Vorsitzende des BUND, Wolf Ohl. Vor dem offiziellen Teil und als Abschluss vor dem gemeinsamen Essen spielte das Salonorchester der Musikschule Korntal-Münchingen zwei beschwingte Stücke und zum Ausklang gab Christof Altmann ein kabarettistisch-musikalisches Gastspiel. Alle waren sich einig, dass es ein gelungener Jubiläumsabend war und der Verein optimistisch in die Zukunft blicken kann.